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Von Schwarzen Löchern und der Erforschung des Weltraums.

Jena, 11. Oktober 2005

Für die wissenschaftlichen Satellitenmission GLAST (Gamma-ray Large Area Space Telescope) der Raumfahrtagentur NASA entwickelte und fertigte die Jena-Optronik GmbH in deutsch-amerikanischer Kooperation die Hauptbestandteile des GLAST Burst Monitors GBM. Die Jenoptik-Tochter hat nun die letzten drei Instrumente an das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching ausgeliefert.

Der GLAST Burst Monitor wird ab September 2007 eine Vielzahl von astrophysikalischen Phänomenen untersuchen und einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung von Struktur und Entwicklung des Universums liefern. So werden die GLAST-Instrumente GBM sowie das Large Area Telescope einen Energiebereich abdecken, wie er bislang bei keiner Raumfahrtmission erreicht wurde. Die Mission trägt damit zum Verständnis vieler unerforschter Vorgänge im All bei.

Die Jenoptik-Tochter griff bei diesem Auftrag auf ihre Erfahrungen aus der ESA Integral-Mission zurück, welche bis ins Jahr 2008 astronomische Beobachtungen im Gammastrahlungs-Bereich vornimmt.

Der GLAST Burst Monitor wird während der gesamten Missionsdauer von fünf Jahren das All nach den noch weitgehend unverstandenen Gammastrahlen-Ausbrüchen, den energiereichsten Ereignissen im Kosmos, absuchen. Jährlich wird das GBM bis zu 200 dieser Ausbrüche, Gamma-ray bursts, entdecken. Diese sind unter anderem Ursache für die Geburt von Schwarzen Löchern. Schwarze Löcher bestehen aus leerem, allerdings stark gekrümmten Raum. Die Anziehungskraft in ihrer Nähe ist so hoch, dass die Fluchtgeschwindigkeit, die ein Körper aufbringen müsste, um das Gravitationsfeld dieses Objekts zu überwinden, größer als die Lichtgeschwindigkeit wäre.