Die Jenoptik-Tochter Jena-Optronik hat im Rahmen der Exo-Mars-Mission der Europäischen Weltraumagentur ESA die Führung bei einer Studie für neue Imaging Lidar Technologien erhalten. Die EXO-Mars-Mission der ESA soll die biologische Umwelt auf dem Mars erkunden, bevor andere Raumfluggeräte oder Menschen auf dem Roten Planeten landen.
In einem internationalen Projektkonsortium werden seit dem 1. April dieses Jahres unter Leitung der Jena-Optronik neue Technologien für
3D-Lidar-Systeme entwickelt. Untersucht werden die neuen Technologien auf der Basis von Laserlicht im nahen Infarotbereich für das Vermessen des Mars-Oberflächenprofils zwecks Festlegung eines optimalen, gefahrlosen Landplatzes für die Mars-Landekapsel sowie für die Positionsbestimmung einer kleinen Rückkehrkapsel, die dann die Mars-Bodenproben enthalten wird.
Auf Basis der aktuell laufenden Untersuchungen soll anschließend in einer zweiten Phase der Studie ein entsprechendes Labormodell eines
3D-Lidar-Systems gebaut werden, in das die gewonnenen Erkentnisse dann einfließen.
Bei der Entwicklung von neuen Technologien auf Basis von Laserlicht zur Vermessung und Positionsbestimmung im All greift die Jena-Optronik auf ihre Erfahrungen mit dem Rendezvous- und Docking Sensor RVS zurück. RVS-Sensoren werden ab 2007 erstmals das vollautomatische Annähern und Andocken unbemannter Versorgungsfahrzeuge ermöglichen, die die Internationale Raumstation ISS mit Lebensmitteln, Treibstoff und Messgeräten versorgen.